Osthessen. Am vergangenen Donnerstag (15.01.) wurde im Polizeipräsidium Osthessen die Ausstellung der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Hessen (RIAS Hessen) „Ja, DAS ist Antisemitismus! Jüdische Erfahrungen in Hessen“ eröffnet. Sie ist bis zum 13. Februar 2026 zu sehen und richtet sich in erster Linie an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Polizeipräsidiums. Im Mittelpunkt der Eröffnungsveranstaltung standen die Auseinandersetzung mit aktuellen Erscheinungsformen von Antisemitismus sowie die Rolle staatlicher und zivilgesellschaftlicher Institutionen im Kampf gegen Hass und Diskriminierung.
Polizeipräsident Michael Tegethoff begrüßte neben Mitarbeitenden des Präsidiums auch Gäste aus der Jüdischen Gemeinde Fuldas, Vertreterinnen und Vertreter der Schulamtsleitungen, die DEXT- Fachstellen sowie weitere zahlreiche regionale Netzwerkpartner und betonte in seiner Eröffnungsrede die besondere Bedeutung der Ausstellung im Polizeipräsidium. Antisemitismus, Rassismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit stellten eine ernsthafte Bedrohung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt dar. Die Polizei trage eine besondere Verantwortung, diesen Entwicklungen entschieden entgegenzutreten, Betroffene zu schützen und Vertrauen in den Rechtsstaat zu stärken.
Frau Dr. Susanne Urban, Projektleiterin von RIAS Hessen, hob in ihrem Grußwort die Relevanz antisemitischer Vorfälle im Alltag hervor - unabhängig davon, ob diese strafrechtlich relevant sind oder nicht. Sie gab einen Einblick in die Perspektive Betroffener und stellte dar, wie RIAS Hessen diesbezüglich konkret unterstützt.